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Zahnhalsdefekte

Bei Zahnhalsdefekten handelt es sich um „Auswaschungen“ am Zahnhalsbereich, die mit einer Heiß-/Kaltempfindlichkeit einhergehen können. Diese Defekte können folgende Ursachen haben:

1. Eine falsche Zahnputztechnik im Sinne einer „Schrubbbewegung“ in horizontaler Richtung führt oft in Verbindung mit einer harten Zahnbürste und Zahnpasta mit aggressiven Putzkörperchen zu einem Rückgang des Zahnfleisches. Somit wird der empfindliche Zahnhals freigelegt mit der Folge, dass der Übergang Zahnschmelz/Wurzelzement offenliegt und der Wurzelzement abgeschmirgelt wird.
2. Ständiger Genuss von säurehaltigen Speisen oder Getränken (Obst, Salate etc.), häufiger Konsum von Süßigkeiten, Erbrechen führt zu sog. Säureerosionen.
3. Mangelnde Mundhygiene am Übergangsbereich zum Zahnfleisch kann eine Zahnhalskaries verursachen.
4. Ein Aufeinanderreiben der Zähne (sog. „Knirschen“) soll zu einem Verbiegen des Zahnes führen und durch Auftreten von Spannungen im Zahnhalsbereich Aussprengungen des Schmelzes verursachen.
5. Im Alter können durch eine verminderte Hygiene vermehrte kariöse Läsionen diagnostiziert werden.

Wenn Sie eine Heiß-/Kaltempfindlichkeit verspüren, ist der relativ weiche Wurzelzement und das Dentin schon soweit abgetragen, dass die Isolierschicht des Zahnes reduziert ist. Abhilfe bei Defekten geringen Grades kann eine regelmäßige Anwendung von Fluoriden in Form von Lacken oder fluoridhaltigen Zahnpasten bewirken. Bei ausgeprägteren Läsionen wird ein sog. Komposit- oder Kompomer auf den Zahnhals „aufgeklebt“. Dieses Material ist zahnfarbig und hat den Vorteil, daß es über einen langen Zeitraum Fluoride an diesen empfindlichen Bereich abgibt.