> zur Flash-Version

Notwendigkeit des mikrobiologischen Tests

Die Parodontitis ist eine Erkrankung des sog. Zahnhalteapparates; das sind alle beteiligten Gewebearten, die den Zahn festhalten, (Knochen, Fasern, Zahnfleisch).

Zahnbetterkrankungen werden immer durch Infektionen ausgelöst, die wiederum durch Bakterien verursacht sind. Wir wissen heute, dass weit mehr als 250 Bakterienarten unsere Mundhöhle besiedeln. Zwischen diesen Bakterien bestehen qualitative und quantitative Unterschiede. Einige dieser Organismen scheinen besonders eng mit der Parodontitis in Verbindung zu stehen. Die Forschung hat Ihnen verschiedenste Namen gegeben, wie Porphyromonas gingivalis, Prevotella intermedia, Actinobazillus actinomycetemcomitans u.v.a.

Um über den Schweregrad der Parodontitis Auskunft zu erhalten, hilft uns ein sog. mikrobiologischer Test, der heute mit reproduzierbarer Sicherheit in der Praxis erstellt werden kann. Bei diesem Test, werden an drei verschiedenen Stellen (in der Regel dort, wo die Zahnfleischtaschen am tiefsten sind) Abstriche bzw. Flüssigkeitsproben entnommen und zur Analyse bzw. Auswertung in ein mikrobiologisches Labor geschickt. Neben der Taschenmessung, der Blutungsneigung und der vorhandenen Plaquemenge wird uns somit eine konkrete Aussage zur Eingrenzung der exakten Diagnose geliefert.

Anhand dieser Testergebnisse können wir dann für Sie entscheiden, ob eine mechanische, rein konservative Behandlung ausreichend ist, ob eine chirurgische Intervention nötig wird oder eine Kombination, bzw. Unterstützung der Therapie mit gezielter Verordnung von Antibiotika sinnvoll erscheint.

Die Behandlung von Zahnbetterkrankungen stellt in jedem Fall einen umfassenden Behandlungskomplex dar, der durch eine mikrobiologische Analyse transparenter und überschaubarer wird.