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Ästhetik-Basics / Vorher-Nachher

 

Der Begriff Ästhetik ist bei jedem Menschen mit den unterschiedlichsten Assoziationen verbunden und wird individuell unterschiedlich empfunden. Trotzdem gibt es nachweislich Gesetzmäßigkeiten, mit denen sich Psychologen intensiv beschäftigt haben. Ein jungendlicher Zahn hat noch eine leicht gerundete Schneidekante während der Zahn des älteren Patienten oft gerade abgeschliffen ist und im Vergleich älter wirkt. Feminine Zähne sind eher mit runden Formen verbunden als mit eckigen. In der Natur haben die starken Lebewesen ausgeprägte Eckzähne und hinterlassen auch beim Menschen einen entsprechenden Eindruck.

 

Im Rahmen von notwendigen Formveränderungen an Zähnen oder am gesamten Zahnbogen empfehlen wir seit geraumer Zeit die vorherige Simulation des gewünschten Endergebnisses. Somit besteht die Möglichkeit, das veränderte funktionelle Bewegungsmuster im Vorfeld einer definitiven Therapie auszutesten und auch die ästhetischen Veränderungen besser beurteilen zu können. Wir sind der Ansicht, dass am Computer ausgeführte Simulationen hier nur eine bedingte Aussagekraft haben und somit weitgehend ungeeignet sind. Der direkten Simulation im Mund ist der Vorzug zu geben.

 

In manchen Fällen hinterlässt "der Zahn der Zeit" sehr deutliche Spuren und führt (wie in diesem Fall) zu einem massiven Abrieb und Verlust der natürlichen Zahnsubstanz. Die Zähne des Oberkiefers waren bei dieser 54-jährigen Patientin um mehrere Millimeter abgeschliffen. Das "Funktionsmuster" des Kaugeschehens war gestört und der optische Ausdruck des Lächelns hatte kaum noch ansprechende ästhetische Elemente. Die Analyse ergab eine notwendige Verlängerung der gesamten Front, die neben der funktionellen Wiederherstellung auch eine wesentliche ästhetische Verbesserung brachte.

 

Diese Patienten war einerseits unglücklich über die unästhetische kurze Krone auf ihrem Frontzahn (im Bild Mitte links) als auch über die vorhandene Lücke zwischen beiden Zähnen. Wir korrigierten mit geringen chirurgischen Maßnahmen die Länge des Zahnfleisches an dem zu kurzen Zahn und versorgten beide Zähne neu, wobei die Lücke auf Wunsch der Patientin nicht ganz geschlossen wurde. Der eine Zahn erhielt eine neue Krone, während der andere mit einem Veneer angeglichen wurde.

 

Die Natur hat nicht alle Menschen mit den gleichen perfekten Zähnen ausgestattet. Es ist hier leicht ersichtlich, dass bei diesem 48-jährigen Patienten die Eckzähne "verkümmert" sind und deutliche Unregelmäßigkeiten der Zahnstellung vorhanden sind. Klinisch war eine sog. "gestörte Front-Eckzahnbeziehung" mit Kiefergelenksbeschwerden zu diagnostizieren. Im Rahmen der Therapie wurden die fehlen Funktionsflächen mit Vollkeramikkronen und z.T. mit keramischen Teilkronen restauriert und somit auch eine wesentliche Verbesserung des ästhetischen Gesamtausdruckes erreicht.